Establishing levels of arm–hand activities in stroke patients: the arm-hand-activities-scale (AHAS)
Mehr als 65 % aller Schlaganfallpatient:innen haben anhaltende Einschränkungen der Arm- und Handfunktion – mit direkten Auswirkungen auf Selbstständigkeit und Teilhabe. Gleichzeitig brauchen wir im klinischen Alltag Instrumente, die schnell, verständlich und verlässlich sind.
Genau hier setzt die neu entwickelte Arm-Hand-Activities-Scale (AHAS) an: eine fünfstufige, beobachtungsbasierte Skala, die Arm-Hand-Aktivitäten nach Schlaganfall einfach und klinisch sinnvoll klassifiziert. Anders als umfangreiche Tests wie die Fugl-Meyer Assessment oder der Action Research Arm Test, die zwar valide, aber zeitintensiv sind, lässt sich die AHAS in wenigen Minuten im Rahmen der Alltagsbeobachtung einsetzen.
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Die Studie zeigt, dass die AHAS berufsgruppenübergreifend gut verständlich ist und ohne aufwendige Schulung sicher angewendet werden kann.
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Zudem weist sie eine gute bis sehr gute Interrater-Reliabilität auf, sodass unterschiedliche Behandelnde in der Regel zu einer übereinstimmenden Einschätzung des Arm-Hand-Funktionsniveaus gelangen.
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Darüber hinaus reagiert die AHAS sensibel auf Veränderungen im Rehabilitationsverlauf und eignet sich damit sowohl zur Verlaufsdokumentation als auch zur Bewertung von Therapieeffekten.
Damit eignet sich die Skala nicht nur für Zielsetzung und Therapieplanung (z. B. task-orientiertes Training oder Spastikmanagement), sondern auch zur Verlaufsdokumentation und für Forschungsprojekte mit klar definierten Funktionsniveaus.
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